Wie wir die erste Version von GeoUp in zwei Monaten gebaut haben
Das Wichtigste in Kürze
- GeoUp ist unser eigenes SaaS-Produkt für KI-Sichtbarkeit. Zwei Senior-Entwickler haben die erste Version in zwei Monaten gebaut, von null bis zum produktiven Betrieb.
- Schon die erste Version umfasste rund 250.000 Zeilen Code und befragte vier KI-Anbieter mit 30 branchenspezifischen Fragen. Dazu kamen Werkzeuge zur Verbesserung, Abrechnung über Stripe, Admin-Dashboards und zeitgesteuerte Abläufe.
- Das Tempo entsteht durch eine klare Arbeitsteilung: Erfahrene Entwickler planen Architektur und Datenmodell und prüfen jedes Ergebnis, die KI übernimmt die Routine.
- Seit der ersten Version ist GeoUp mit dem Feedback seiner Nutzer gewachsen: um ein fünftes KI-System, Funktionen für Agenturen, Reports, ein neues Design und einen MCP-Server.
Stand: Oktober 2026
Sie planen ein eigenes SaaS-Produkt, also eine Software, die Ihre Kunden online nutzen und regelmäßig bezahlen (Software as a Service). Bevor Sie Budget und Zeitplan festlegen, möchten Sie wissen, was in wenigen Monaten realistisch ist. Wir zeigen es an unserem eigenen Produkt GeoUp: was in der ersten Version steckte, wie wir vorgegangen sind und wie das Produkt seitdem gewachsen ist.
Am Anfang stand eine Frage
Wer ChatGPT nach dem besten italienischen Restaurant in Frankfurt fragt, bekommt eine konkrete Empfehlung. Für solche Antworten gab es kein Google Analytics. Unternehmen konnten nicht sehen, ob KI-Systeme sie nennen, einen Wettbewerber empfehlen oder sie gar nicht erwähnen. David Sroka, bei uns verantwortlich für Produkt und Entwicklung, beschreibt den Ausgangspunkt so:
„Alle haben für Google optimiert. Wir haben gefragt: Was ist mit ChatGPT? Was ist mit Claude? GeoUp ist die Antwort auf eine Frage, die der Markt noch nicht einmal formuliert hatte.“
Aus dieser Frage wurde ein klares Ziel für die erste Version: messen, wie sichtbar ein Unternehmen in KI-Antworten ist, und die Werkzeuge liefern, um diese Sichtbarkeit zu verbessern.
Was in der ersten Version steckte
Der Kern war die Messung. GeoUp befragte vier KI-Anbieter, nämlich ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity, mit 30 branchenspezifischen Fragen in drei Bereichen: Stadt, Region und bundesweit. Jede Antwort wertete die Plattform aus: Wird das Unternehmen genannt, an welcher Stelle steht es, und welche Webadressen zitiert die KI als Quelle? Monatliche Scans zeigten, wie sich die Sichtbarkeit über die Zeit entwickelt.
Auf der Messung bauten die Werkzeuge zur Verbesserung auf:
- Authority Boost veröffentlichte Unternehmensprofile auf neun Plattformen mit hoher Autorität.
- KI-generierte Landingpages lieferten strukturierte Daten nach Schema.org, einem gemeinsamen Vokabular (Schemas) für strukturierte Daten im Web, das Google, Microsoft, Yahoo und Yandex ins Leben gerufen haben.
- Market Battle verglich die eigene Sichtbarkeit mit der des stärksten Wettbewerbers.
- Auto-Blog erstellte automatisch Inhalte für die Suchmaschinenoptimierung (SEO).
- Georgie, ein eingebauter KI-Assistent mit Stimme, führte die Nutzer durch den gesamten Ablauf.
Gebaut wurde die Plattform mit Next.js und TypeScript, einem verbreiteten Rahmenwerk (Framework) für Webanwendungen und der zugehörigen Programmiersprache. Die Daten liegen in einer MySQL-Datenbank, angebunden über die Datenbankschnittstelle Prisma. Dazu kommen die KI-Dienste von OpenAI, Anthropic, Google Gemini und Perplexity, der Zahlungsanbieter Stripe, der Zwischenspeicher Redis, die Animationsbibliothek GSAP und die Sprachausgabe Google Cloud TTS.
Die erste Version umfasste rund 250.000 Zeilen Code, vier KI-Anbieter und neun Veröffentlichungsplattformen. Die Eckdaten finden Sie auch auf unserer Referenzseite.
Wie zwei Monate möglich waren
Zwei Senior-Entwickler haben die erste Version in zwei Monaten gebaut. Möglich macht das die Arbeitsweise, die wir auf unserer Startseite unter „So arbeiten wir“ beschreiben: Architektur, Logik und Datenmodell stehen fest, bevor die KI loslegt. Danach arbeiten Mensch und KI zusammen, und Senior-Entwickler prüfen, testen und nehmen jedes Ergebnis ab. Wie dieser Ablauf in einem Kundenprojekt aussieht, zeigt der Beitrag Von der Idee zur fertigen Plattform.
Was Studien zur Beschleunigung durch KI zeigen, haben wir im Beitrag Was kostet eine eigene Plattform? zusammengefasst. Am stärksten wirkt KI demnach bei neuen Projekten und klar umrissenen Aufgaben. GeoUp ist genau so entstanden: von Grund auf neu, mit einem klaren Ziel.
Unser Anspruch lautet: Ein Projekt, das klassisch sechs Monate dauert, schaffen wir in acht Wochen. Die erste Version von GeoUp liegt mit zwei Monaten genau in diesem Rahmen.
Abrechnung, Verwaltung und Automatisierung gehörten von Anfang an dazu
Ein SaaS-Produkt ist vom ersten Kunden an ein Geschäft. Deshalb gehörte zur ersten Version von GeoUp nicht nur, was Nutzer sehen, sondern auch alles, was den Betrieb trägt:
- Abrechnung: Sie läuft über Stripe Billing, den Dienst des Zahlungsanbieters Stripe für wiederkehrende Zahlungen und Abonnements.
- Admin-Dashboards: Das eigene Team behält Kunden, Abläufe und Ergebnisse in eigenen Übersichten im Blick.
- Cron-Automatisierung: Zeitgesteuerte Abläufe erledigen wiederkehrende Aufgaben selbstständig, ohne dass jemand sie anstoßen muss.
Wer diese Bausteine von Beginn an einplant, kann Kunden vom ersten Tag an aufnehmen und abrechnen. Das Team konzentriert sich dann auf das Produkt statt auf Handarbeit.
Aus der Praxis: Wie GeoUp seit der ersten Version gewachsen ist
Mit der ersten Version im Einsatz ging die Entwicklung weiter. Die zweite Version ist laut der Ankündigung auf geoup.io aus dem Feedback der Nutzer gewachsen. Drei Neuerungen stehen dabei im Mittelpunkt:
- Funktionen für Agenturen: Agenturen verwalten mehrere Kunden-Marken aus einem Login und laden ihr Team mit Editor-Zugängen ein. Dashboard und Reports erscheinen auf Wunsch unter dem eigenen Logo (White-Label). Mit dem kostenlosen Schnellcheck, der anhand von Beispielfragen eine erste Auswertung liefert, sehen sie schon im Erstgespräch, ob KI-Systeme einen Interessenten nennen.
- Reports: Ergebnisse gibt es als PDF-Report. Die Ergebnisse des Schnellchecks lassen sich außerdem als Web-Report per Link teilen, den Kollegen und Geschäftsführung ohne Login öffnen.
- Neues Design: Die Oberfläche wurde von Grund auf überarbeitet: klarer, intuitiver und so durchdacht, dass jeder nächste Schritt selbstverständlich ist.
Auch die Messung ist gewachsen. Heute befragt GeoUp fünf KI-Systeme: ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity und Google AI Overviews, die KI-Übersichten bei Google. Die vollständige Analyse stellt 30 Fragen je KI-System und läuft regelmäßig, bis zu wöchentlich. Der Market Battle Mode stellt die eigene Sichtbarkeit der von Wettbewerbern gegenüber und zeigt, welche Quellen die KI bei ihnen zitiert.
Aus den Ergebnissen entstehen Maßnahmen. Schema & Snippets erzeugt strukturierte Daten und zitierfähige Textbausteine und bringt sie per Klick in die Website. Content Automation schreibt Inhalte im Ton der Marke, der KI-Brancheneintrag legt für jedes Unternehmen automatisch ein strukturiertes Profil im GeoUp-Branchenbuch an, und Authority Building findet die Portale, auf die sich KI-Systeme stützen, und prüft, ob Name, Adresse und Telefonnummer überall übereinstimmen.
Neu ist außerdem ein MCP-Server. Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard, über den KI-Anwendungen wie Claude oder ChatGPT externe Systeme anbinden. Kunden fragen so ihre GeoUp-Daten direkt im KI-Assistenten ab, und KI-Agenten lesen das öffentliche Markenprofil eines Unternehmens. Wie das für Software-Anbieter allgemein funktioniert, zeigt unser Beitrag MCP für Software-Anbieter.
Was Sie für Ihr eigenes Projekt mitnehmen können
Eine klare Frage gibt die Richtung vor. Bei GeoUp lautete sie: Empfehlen KI-Systeme ein Unternehmen oder nicht? Daraus ergab sich, was die erste Version können musste: messen und Werkzeuge zur Verbesserung bieten.
Die erste Version ist vollständig, ohne schon alles zu können. Bei GeoUp funktionierte der Weg von der Messung bis zur Maßnahme, dazu kamen Abrechnung und Verwaltung. Ein weiteres KI-System, Agenturfunktionen und Reports folgten danach, gestützt auf die Erfahrungen aus der Nutzung.
Erfahrung und KI ergänzen sich. Die KI bringt Tempo in die Umsetzung, erfahrene Entwickler treffen die Entscheidungen, auf die es ankommt: Architektur, Datenmodell und Qualität.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Entwicklung eines SaaS-Produkts?
Das hängt vor allem vom Umfang ab. Die erste Version von GeoUp haben zwei Senior-Entwickler in zwei Monaten gebaut, einschließlich Abrechnung, Admin-Dashboards und Automatisierung. Eine Schätzung für Ihr Vorhaben erhalten Sie kostenlos über unseren KI-Projekt-Kalkulator.
Was gehört in die erste Version eines SaaS-Produkts?
Der Kernablauf, der das Problem Ihrer Kunden löst, und alles, was Sie zum Verkaufen und Betreiben brauchen: Nutzerkonten, Abrechnung und eine Verwaltung für Ihr Team. Weitere Funktionen planen Sie als Ausbaustufen und ordnen sie nach den Rückmeldungen Ihrer ersten Kunden.
Schreibt bei njudev die KI den Code?
KI übernimmt bei uns die Routine. Wir bringen 20 Jahre Erfahrung in die Entscheidungen, Details und die Umsetzung ein. Bei GeoUp standen Architektur, Logik und Datenmodell fest, bevor die KI loslegte, und jedes Ergebnis wurde von Senior-Entwicklern geprüft und abgenommen.
Warum entwickelt eine Agentur eigene Produkte?
Wir entwickeln für andere und für uns selbst, denn die Bedürfnisse eines Kunden versteht man am besten, wenn man selbst Unternehmer ist. Neben GeoUp ist auch der KI-Shopping-Agent byclaw.io ein eigenes Produkt von uns. Was wir dabei lernen, fließt in jedes Kundenprojekt ein.
Fazit
GeoUp zeigt, was mit einer klaren Frage, erfahrenen Entwicklern und KI in kurzer Zeit entstehen kann. Zwei Senior-Entwickler haben die erste Version in zwei Monaten gebaut, mit Messung, Werkzeugen zur Verbesserung, Abrechnung, Verwaltung und Automatisierung. Seitdem ist das Produkt mit dem Feedback seiner Nutzer gewachsen. Mit derselben Arbeitsweise entsteht auch aus Ihrer Idee eine Plattform, die früh startet und mit Ihrem Geschäft wächst.
Sie planen ein eigenes SaaS-Produkt?
Beschreiben Sie Ihre Idee in unserem KI-Projekt-Kalkulator. Sie erhalten eine kostenlose Schätzung per E-Mail, und wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.
Mehr zu unseren Leistungen für Plattformen und Marktplätze und SaaS-Produkte. Oder schreiben Sie uns direkt an unsere E-Mail-Adresse.
Mit dem GeoUp-Schnellcheck sehen Sie in wenigen Augenblicken anhand von Beispielfragen, ob ChatGPT, Perplexity, Claude, Gemini und die KI-Übersichten von Google Ihr Unternehmen nennen.
Quellen
- njudev: Referenz „GeoUp.io, SaaS Analytics Platform“. https://njudev.com/referenzen/geoup
- njudev: Startseite, Abschnitte „So arbeiten wir“ und „Projekte“. https://njudev.com
- GeoUp: „KI-Sichtbarkeit für Unternehmen“, Startseite. https://geoup.io
- GeoUp: „Das neue GeoUp ist da: tiefere Analysen, teilbare Reports und nahtlose Anbindung an Ihre Systeme“, 05.07.2026. https://geoup.io/news/geoup-neue-version-2026
- GeoUp: „KI-Sichtbarkeit für Agenturen unter eigener Marke“. https://geoup.io/fuer-agenturen
- GeoUp: „Market Battle Mode“. https://geoup.io/market-battle
- GeoUp: „Schema & Snippets“. https://geoup.io/schema-snippets
- GeoUp: „MCP-Server: Ihre KI-Sichtbarkeit. Direkt im KI-Assistenten.“ https://geoup.io/mcp
- GeoUp: „KI-Sichtbarkeitsanalyse“ (kostenloser Schnellcheck). https://geoup.io/ki-sichtbarkeitsanalyse
- Model Context Protocol: „What is the Model Context Protocol (MCP)?“. https://modelcontextprotocol.io/docs/getting-started/intro
- Schema.org: „About“. https://schema.org/docs/about.html
- Stripe: „Stripe Billing: Wiederkehrende Zahlungen und Abonnements“. https://stripe.com/de/billing