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SEO ist das Fundament: Wie gute Rankings in ChatGPT & Co. weiterwirken

Das Wichtigste in Kürze

  • KI-Assistenten wie der KI-Modus von Google, ChatGPT, Gemini und Perplexity führen für ihre Antworten selbst Websuchen durch, oft mehrere zu einer einzigen Frage.
  • Wer bei diesen Teilsuchen gut gefunden wird, kommt in die engere Auswahl für die Antwort. Laut Google beruht der KI-Modus auf den zentralen Qualitäts- und Ranking-Systemen der Suche.
  • Die bewährten SEO-Grundlagen bleiben: Crawlbarkeit, Indexierung, relevante Inhalte, interne Verlinkung und Seitenqualität. Neu dazu kommen Inhalte für Teil- und Folgefragen, Vergleiche, Detailfragen und zitierfähige Absätze.
  • SEO und KI-Sichtbarkeit gehören zusammen. Wer beides verbindet und regelmäßig misst, baut seine Sichtbarkeit in der klassischen Suche und in KI-Antworten zugleich aus.

Stand: September 2026

Ein Einkaufsleiter sucht einen neuen Lieferanten für Industrieverpackungen und bittet den KI-Modus von Google um Empfehlungen. Bevor die Antwort erscheint, sucht das System im Hintergrund selbst, und zwar mehrfach: etwa nach Herstellern in der Region, nach Materialien und nach Mindestmengen. Welche Anbieter am Ende genannt werden, hängt stark davon ab, wer bei diesen Suchen gut gefunden wird.

Für Unternehmen, die in ihre Suchmaschinenoptimierung (SEO) investiert haben, ist das eine gute Nachricht: Ihre Arbeit wirkt in der KI-Suche weiter.

Hinter jeder KI-Antwort stecken mehrere Suchanfragen

Google beschreibt für seinen KI-Modus ein Verfahren namens Query Fan-out, sinngemäß das Auffächern einer Suchanfrage. Der KI-Modus teilt eine Frage in Unterthemen auf und sucht zu jedem davon gleichzeitig, auch über mehrere Datenquellen hinweg. Anschließend führt er die Ergebnisse zu einer verständlichen Antwort zusammen. In Googles eigenem Beispiel, einem Vergleich der Schlafüberwachung von Smart Ring, Smartwatch und Schlafmatte, plant das System mehrere Suchen und passt den Plan an seine Funde an. Die vertiefte Recherche Deep Search kann laut Google sogar Hunderte Suchen ausführen.

Die anderen großen Systeme arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip:

  • ChatGPT formuliert eine Frage für die Websuche in eine oder mehrere gezielte Suchanfragen um. Nach den ersten Ergebnissen kann es weitere, genauere Anfragen hinterherschicken.
  • Gemini prüft laut Googles Entwicklerdokumentation, ob eine Google-Suche die Antwort verbessert, erzeugt bei Bedarf eine oder mehrere Suchanfragen und fasst die Ergebnisse mit Quellenangaben zusammen.
  • Perplexity durchsucht das Netz in Echtzeit und versieht jede Antwort mit nummerierten Quellen. Die Recherchefunktion führt automatisch Dutzende Suchen durch.

Übertragen auf Ihr Unternehmen heißt das: Eine einzige Kundenfrage nach einem Anbieter kann Teilsuchen zu Leistungen, Preisen, Region, Abläufen und Erfahrungen auslösen. Jede dieser Teilsuchen ist eine weitere Gelegenheit, gefunden zu werden.

Warum SEO das Fundament der KI-Sichtbarkeit bleibt

Laut Google gelten die Grundsätze, die das Unternehmen Website-Betreibern seit Langem empfiehlt, auch für seine KI-Funktionen. Den KI-Modus beschreibt Google als verwurzelt in den zentralen Qualitäts- und Ranking-Systemen der Suche. Seine Antworten stützen sich auf hochwertige Webinhalte. Seiten, die in der Suche gut gefunden werden, sind damit die Grundlage, aus der die KI ihre Antworten baut.

Daraus ergibt sich eine Logik in zwei Schritten, die wir auch bei GeoUp beschreiben. Zuerst ruft ein KI-System passende Dokumente ab, dann entscheidet es, welche davon es in der Antwort nennt. Für den Abruf zählt vor allem, wie gut ein Inhalt zur Frage passt: klassische SEO-Arbeit. Für die Nennung zählt zusätzlich, wie eindeutig und belegbar die Aussagen sind. Hier setzt die Optimierung für KI-Antworten an, die Generative Engine Optimization (GEO). SEO bringt Ihre Seiten in die Auswahl, GEO macht sie zur Quelle, die die KI gern zitiert.

Für ChatGPT empfiehlt OpenAI, den eigenen Suchcrawler OAI-SearchBot zuzulassen, damit eine Website in den Suchantworten von ChatGPT erscheinen kann.

Was bleibt: die bewährten SEO-Grundlagen

Google hat zusammengefasst, worauf es für den Erfolg in seinen KI-Funktionen ankommt, und die Liste liest sich wie ein Überblick über gute SEO. Wer die technischen Anforderungen der Google-Suche erfüllt, ist laut Google für die Suche insgesamt gerüstet, einschließlich der KI-Formate. Darauf bauen diese Grundlagen auf:

  • Crawlbarkeit: Suchmaschinen dürfen Ihre Seiten abrufen. Der Googlebot ist nicht blockiert, und die Seiten liefern einen fehlerfreien Statuscode und indexierbare Inhalte. Für ChatGPT gehört OAI-SearchBot dazu.
  • Indexierung: Ihre wichtigen Seiten sind im Index. Das zeigt die Google Search Console, ebenso die seit dem 31. August 2026 für alle Websites verfügbare Einstellung für generative KI-Funktionen, in der Ihre Website standardmäßig eingeschlossen ist.
  • Relevante Inhalte: Einzigartige Inhalte mit eigener Perspektive, Erfahrung und Fachwissen, die über Allgemeinwissen hinausgehen. Genau solche Inhalte mit eigenem Mehrwert möchte Google nach eigener Aussage zeigen.
  • Interne Verlinkung: Jede wichtige Seite ist von mindestens einer anderen Seite Ihrer Website verlinkt. Google nutzt Links, um neue Seiten zu finden und ihre Relevanz einzuschätzen.
  • Seitenqualität: Die Seiten laden schnell, funktionieren auf allen Geräten, und der Hauptinhalt ist klar erkennbar.
  • Strukturierte Daten: Schema-Markup macht Ihre Angaben maschinenlesbar, und Googles Systeme berücksichtigen es. Entscheidend ist, dass es vollständig und korrekt ist und zu den sichtbaren Angaben passt.

Was dazukommt: Inhalte für Teilfragen, Vergleiche und Details

Laut Google stellen Nutzer in den KI-Funktionen längere und spezifischere Fragen und haken mit Folgefragen nach. Im KI-Modus lassen sich auch Fragen stellen, für die man früher mehrere Suchen gebraucht hätte, etwa um Optionen zu vergleichen. Für Ihre Inhalte ergeben sich daraus vier Ansatzpunkte.

Teil- und Folgefragen mitbeantworten

Überlegen Sie bei jeder wichtigen Leistungsseite, welche Fragen sich direkt anschließen: Was kostet das ungefähr? Wie läuft die Zusammenarbeit ab? Wie lange dauert es? Am besten wirkt eine gründliche Seite je Thema, die diese Fragen gleich mitbeantwortet. So passt eine einzige Seite zu mehreren Teilsuchen.

Vergleiche anbieten

Viele Kundenfragen sind Vergleichsfragen: Variante A oder B, kaufen oder mieten, welcher Anbieter für welchen Bedarf. Eine Seite, die Entscheidungskriterien offen darlegt und zeigt, für wen Ihr Angebot am besten passt, liefert passenden Stoff für solche Antworten. Auch in unseren GeoUp-Messungen gehören Vergleichsfragen neben Empfehlungs- und Preisfragen fest dazu.

Detailfragen mit eigenem Wissen beantworten

Neben den großen Suchbegriffen gibt es eine Vielzahl seltener, sehr konkreter Suchanfragen, in der SEO-Sprache Long Tail genannt. Hier glänzen Unternehmen mit echter Erfahrung: Zahlen aus eigenen Projekten, typische Fragen aus der Beratung, Besonderheiten der Branche. Das entspricht Googles Empfehlung für einzigartige, hilfreiche Inhalte.

Klare, zitierfähige Absätze schreiben

Eine klare Struktur, die zentrale Fakten schnell auffindbar macht, begünstigt die Auswahl als Quelle. Aussagekräftige Zwischenüberschriften und Absätze, die jeweils eine Frage vollständig beantworten, helfen Lesern und KI-Systemen gleichermaßen. Konkrete Zahlen, Zitate und benannte Quellen machen Aussagen zusätzlich belegbar. In einer Princeton-Studie, die wir in einer GeoUp-Auswertung einordnen, erhöhten wörtliche Zitate in Tests die positionsgewichtete Präsenz in KI-Antworten um 41 Prozent, Statistiken und Quellenangaben jeweils um rund 25 Prozent.

Praxis: Was unsere GeoUp-Messungen über die Quellen der KI zeigen

Mit unserem Tool GeoUp messen wir auch, welche Quellen KI-Systeme verlinken. Für eine Auswertung von 12.769 KI-Antworten haben wir zwischen Januar und Juli 2026 für 27 Unternehmen aus dem DACH-Raum 100 vollständige Messläufe durchgeführt. In jedem Lauf beantworteten ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity und die KI-Übersichten von Google jeweils 25 bis 35 realistische Fragen aus der Branche des Unternehmens.

56 Prozent der Antworten verlinkten Quellen, im Schnitt rund acht pro Antwort mit Quellen. Zusammen waren das 56.656 Links auf 12.261 verschiedene Domains. Viele Quellen pro Antwort passen gut zum Prinzip der Teilsuchen. Und die große Zahl verschiedener Domains zeigt, wie viele Websites die Chance haben, zitiert zu werden.

Ganz vorn lagen YouTube, Branchen- und Anbieterverzeichnisse, Reddit, Fachmedien, Presseportale und Wikipedia, also Plattformen, die zu sehr vielen Suchanfragen Inhalte bieten. Ihre eigene Website ist die Basis, und Ihre Präsenz auf den passenden Plattformen erweitert die Zahl der Teilsuchen, in denen Sie auftauchen. Mit Authority Building findet GeoUp die Portale, die KI-Systeme in Ihrer Branche heranziehen, und prüft, ob Name, Adresse und Telefon überall einheitlich sind. Welche Rolle die eigene Website gerade für kleinere Anbieter spielt, zeigen wir im Beitrag Was sagt die KI über Ihr Unternehmen?

Genau hier verbindet GeoUp SEO und KI-Sichtbarkeit. Unser Tool stellt bei jeder Messung 30 typische Kundenfragen aus Ihrer Branche an ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity und die KI-Übersichten von Google. Es erfasst, ob Ihr Unternehmen genannt wird, an welcher Stelle und welche Quellen die KI zitiert. Die Messung läuft regelmäßig, bis zu wöchentlich, und eigene Fragen lassen sich ergänzen.

SEO und GEO aus einer Hand

Weil beides ineinandergreift, betreuen wir SEO und KI-Sichtbarkeit gemeinsam. In unserer Betreuung für KI-Sichtbarkeit messen wir laufend mit GeoUp, was ChatGPT, Gemini & Co. über Sie und Ihre Konkurrenz sagen. Wir schreiben regelmäßig neue Artikel zu genau den Fragen, die Ihre Kunden der KI stellen, und stärken Ihre Präsenz auf der Website und dort, wo KI-Systeme nachlesen. Vollständiges Schema-Markup gehört dabei zum Standard.

Ein monatlicher Report zeigt, was sichtbarer geworden ist und was wir dafür getan haben. Die KI arbeitet, unser Team entscheidet: Jede Maßnahme wird von Menschen geprüft. Unser SEO- und GEO-Expertenteam ist jederzeit buchbar, auch zusätzlich zu GeoUp. Schreiben Sie uns einfach an unsere E-Mail-Adresse.

Häufige Fragen

Brauche ich SEO noch, wenn meine Kunden ChatGPT fragen?
Ja. KI-Assistenten suchen für ihre Antworten selbst im Netz und stützen sich auf die Seiten, die sie dabei finden. Den KI-Modus beschreibt Google als verwurzelt in den zentralen Qualitäts- und Ranking-Systemen der Suche. Gute SEO ist damit die Grundlage für Sichtbarkeit in KI-Antworten.

Was bedeutet Query Fan-out?
So nennt Google das Auffächern einer Frage in Unterthemen, zu denen das System gleichzeitig sucht. Der KI-Modus nutzt das Verfahren, um mehr passende Seiten zu finden, und fasst die Ergebnisse dann zu einer Antwort zusammen. Jede dieser Teilsuchen ist eine Gelegenheit für Ihre Website, gefunden zu werden.

Hilft gute SEO auch bei ChatGPT und Perplexity?
Ja. Auch diese Systeme durchsuchen das Netz, ChatGPT dabei teils mit externen Suchanbietern. Crawlbare Seiten, relevante Inhalte und eine klare technische Struktur sind überall die beste Ausgangslage. Für ChatGPT lassen Sie zusätzlich den Crawler OAI-SearchBot zu.

Wie sehe ich, ob meine Website in KI-Antworten vorkommt?
Für die KI-Übersichten und den KI-Modus zeigt der Bericht zur generativen KI in der Google Search Console, wie oft Links zu Ihren Seiten erschienen sind. Über ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity und die KI-Übersichten hinweg misst GeoUp regelmäßig, ob Ihr Unternehmen bei typischen Kundenfragen genannt wird und welche Quellen die KI zitiert.

Fazit

KI-Assistenten ersetzen die Suche nicht, sie nutzen sie, oft mehrfach für eine einzige Frage. Wer bei diesen Teilsuchen gut gefunden wird, kommt in die engere Auswahl für die Antwort. Die bewährten SEO-Grundlagen bleiben deshalb das Fundament. Ergänzt um Inhalte für Teilfragen, Vergleiche und Details wird daraus eine Strategie für klassische Suche und KI-Antworten zugleich. Wer regelmäßig misst, sieht, wie beides zusammenwirkt.

Wie sichtbar ist Ihr Unternehmen in ChatGPT, Gemini & Co.?

Mit dem kostenlosen GeoUp-Schnellcheck sehen Sie in wenigen Augenblicken anhand von Beispielfragen, ob ChatGPT, Perplexity, Claude, Gemini und die KI-Übersichten von Google Ihr Unternehmen nennen. GeoUp ist ein Produkt von njudev.

Sie möchten SEO und KI-Sichtbarkeit lieber abgeben? Dann übernimmt das unser Team: KI-Sichtbarkeit bei njudev.

Unser SEO- und GEO-Expertenteam können Sie jederzeit zusätzlich zu GeoUp buchen. Schreiben Sie uns einfach an unsere E-Mail-Adresse.

Quellen

  1. Google Search Central Blog: „Top ways to ensure your content performs well in Google's AI experiences on Search", 21.05.2025. https://developers.google.com/search/blog/2025/05/succeeding-in-ai-search
  2. Google: „Expanding AI Overviews and introducing AI Mode", Google-Blog, 05.03.2025. https://blog.google/products/search/ai-mode-search/
  3. Google: „AI in Search: Going beyond information to intelligence", Google-Blog, 20.05.2025. https://blog.google/products/search/google-search-ai-mode-update/
  4. Google-Suche-Hilfe: „Get AI-powered responses with AI Mode in Google Search". https://support.google.com/websearch/answer/16011537
  5. OpenAI Help Center: „Searching the web with ChatGPT". https://help.openai.com/en/articles/9237897-chatgpt-search
  6. OpenAI: „Overview of OpenAI Crawlers". https://developers.openai.com/api/docs/bots
  7. Google AI for Developers: „Grounding with Google Search". https://ai.google.dev/gemini-api/docs/google-search
  8. Perplexity Help Center: „How does Perplexity work?". https://www.perplexity.ai/help-center/en/articles/10352895-how-does-perplexity-work
  9. Google Search Central: „SEO Link Best Practices for Google", Stand 10.12.2025. https://developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/links-crawlable
  10. Google Search Console-Hilfe: „Search generative AI control", für alle Websites seit 31.08.2026. https://support.google.com/webmasters/answer/16908024
  11. Google Search Console-Hilfe: „Generative AI performance report (Search)". https://support.google.com/webmasters/answer/16984139
  12. GeoUp: „12.769 KI-Antworten ausgewertet", 24.07.2026. https://geoup.io/news/ki-sichtbarkeits-auswertung-12769-antworten
  13. GeoUp: „Wie KI-Systeme entscheiden, welche Quelle sie nennen", 05.06.2026. https://geoup.io/news/wie-ki-systeme-quellen-auswaehlen